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	<title>Ursula Blatti</title>
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	<title>Ursula Blatti</title>
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		<title>Hochsensibilität als Stärke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 14:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hochsensibilität als Stärke Seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Thematik Hochsensibilität. In meiner Beratungspraxis habe ich schon unzählige hochsensible Menschen begleitet. Und ich bin immer wieder begeistert von diesen hochreflektieren, lernfreudigen und feinfühligen Menschen. Nicht selten sind diese Gespräche auch für mich ein Geschenk und ich erlebe Hochsensibilität tagtäglich als...</p>
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<h2 class="kt-adv-heading1_e18d7c-09 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1_e18d7c-09">Inhalt</h2>


</div></div>

</div></div>


<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hochsensibilität als Stärke</strong></h3>



<p class="kt-adv-heading1124_6d2316-cd wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1124_6d2316-cd">Seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Thematik Hochsensibilität. In meiner Beratungspraxis habe ich schon unzählige hochsensible Menschen begleitet. Und ich bin immer wieder begeistert von diesen hochreflektieren, lernfreudigen und feinfühligen Menschen. Nicht selten sind diese Gespräche auch für mich ein Geschenk und ich erlebe Hochsensibilität tagtäglich als Stärke. Auch ich bin hochsensibel &#8211; in meinem <a href="https://neueslied.ch/schreibstube/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buch</a> habe ich dazu den einen und anderen Text veröffentlicht. Es existieren auch <a href="https://neueslied.ch/schreibstube/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel</a> aus meiner Feder über besondere Herausforderungen von hochsensiblen Menschen. Und im Blog findest du eine etwas humoristische Verarbeitung eines Kinobesuchs: <a href="https://neueslied.ch/kampf-gegen-kakerlakenarmee-und-fliegende-ungeheuer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kampf gegen Kakerlakenarmee und fliegende Ungeheuer</a> &#8211; &#8222;typisch hochsensibel&#8220; sage ich nur&#8230; 😉 In diesem Jahr bin ich &#8211; ganz ernsthaft &#8211; wieder mal mit Vorträgen zum Thema unterwegs. Und endlich kann ich umsetzen, was schon seit Jahren angedacht war: Ein <a href="https://neueslied.ch/kurse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Vertiefungskurs</a> Stresskompetenz für Hochsensible. Aber dazu am Schluss des Artikels mehr. Nach diesem persönlichen Einblick nun erst einmal ein paar Facts zum Verständnis der Thematik:</p>



<p>Der Begriff <em>Hochsensibilität </em>oder noch treffender <em>Hochsensitivität</em> beschreibt keine Krankheit oder Diagnose, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. Studien gehen davon aus, dass etwa 15–20 % der Menschen hochsensibel sind. Sie haben feine Sensoren, nehmen Reize intensiver wahr und haben eine regelrechte Wahrnehmungsbegabung.</p>



<p>Typische Merkmale sind zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>feines Gespür für Stimmungen und Zwischentöne, oft eine hohe Empathie</li>



<li>intensive Wahrnehmung von Geräuschen, Gerüchen oder optischen Reizen</li>



<li>tiefgehende Verarbeitung von Informationen und Emotionen</li>



<li>langes Nachhallen: Erlebnisse, Bilder, Worte und Gedanken bleiben lange im Gedächtnis und in Gefühlen haften</li>
</ul>



<p>Diese Eigenschaften können eine große Stärke sein: Hochsensible sind oft empathisch, kreativ, sorgfältig und haben ein Auge für Details, die anderen entgehen. Sie sind empfänglich für Schönheit, tiefe Erfahrung und denken in grösseren Zusammenhängen. Gleichzeitig kann die Intensität der Wahrnehmung auch überfordernd wirken. Der Grat der Komfortzone zwischen Langeweile und Überstimulation ist sehr schmal.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Warum Stress für Hochsensible oft belastender wirkt</strong></h3>



<p>Stress ist für alle Menschen ein natürlicher Mechanismus. Doch hochsensible Personen geraten schneller in einen Zustand der Überreizung. Das liegt daran, dass ihr Nervensystem feiner eingestellt ist und Reize intensiver verarbeitet.</p>



<p>Typische Folgen können sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>schnelle Erschöpfung in lauten oder hektischen Umgebungen</li>



<li>intensives Grübeln über Konflikte oder Entscheidungen</li>



<li>körperliche Stresssymptome (z.B. Schlafprobleme, Verspannungen, Unverträglichkeiten)</li>
</ul>



<p>Entsprechend brauchen hochsensible Menschen mehr Ruhe und Erholung, nicht weil sie weniger belastbar sind, sondern weil sie viel mehr Eindrücke zu verarbeiten haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stresskompetenz als Schlüssel</strong></h3>



<p>Stress an sich ist nicht einfach per se „schlecht“. Entscheidend ist, wie wir mit Stress umgehen – ob wir die Signale des Körpers ernst nehmen und Strategien entwickeln, die uns helfen, in Balance zu bleiben. Oder ob Stress in die Überforderung führt und sich in ungesunden Dauerstress verwandelt.</p>



<p><em>Stresskompetenz</em> bedeutet, die Fähigkeit zu entwickeln, Stress wahrzunehmen, zu regulieren und langfristig vorzubeugen. Für hochsensible Menschen heisst das:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Selbstwahrnehmung schärfen</strong>: eigene Stresssignale früh erkennen</li>



<li><strong>Grenzen setzen</strong>: lernen, „Nein“ zu sagen und sich Rückzug zu erlauben</li>



<li><strong>Ressourcen pflegen</strong>: Pausen, Natur, Kreativität oder Bewegung bewusst in den Alltag einbauen</li>



<li><strong>Umgang mit Reizen gestalten</strong>: Umgebung so einrichten, dass Überstimulation reduziert wird</li>



<li><strong>Innere Haltung stärken</strong>: Selbstakzeptanz entwickeln und Hochsensibilität als Teil der eigenen Identität annehmen</li>
</ul>



<p>Je klarer diese Kompetenzen verankert sind, desto mehr kann Hochsensibilität von einer Belastung zur Ressource werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Von der Theorie zur Praxis</strong></h3>



<p>Viele Menschen, die sich erstmals mit Hochsensibilität beschäftigen, sind erleichtert, ihre Reaktionen besser einordnen zu können. Ich erlebe in der Beratung von hochsensiblen Menschen oft, dass Menschen jahrelang gedacht haben, dass sie falsch und alleine sind mit ihren Reaktionen. Wenn sie dann feststellen, dass dies nicht stimmt, beginnen sie aufzuatmen und offen zu werden für einen neuen Umgang mit ihrer Veranlagung. Und wir können uns gemeinsam auf den nachhaltigen Weg hin zu einer positiven Sicht auf dieses besondere Wesensmerkmal begeben. Hochsensibilität fordert heraus, ja, aber sie ist auch ein riesengrosses Geschenk, das dein Leben reich und bunt macht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einladung zum Vertiefen</strong></h3>



<p>Um genau diese Brücke zu schlagen, habe ich den <strong>Online-Vertiefungskurs „Stresskompetenz für Hochsensible“</strong> entwickelt. Der Kurs ist ideal, wenn du deine hochsensitive Veranlagung nicht nur verstehen, sondern auch leben möchtest – mit mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und Klarheit im Alltag. Es geht es darum,</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die eigenen Stressmuster zu erkennen und zu verstehen</li>



<li>Werkzeuge zur Selbstregulation und Reizverarbeitung kennenzulernen</li>



<li>Ressourcen zu aktivieren und innere Stabilität aufzubauen</li>
</ul>



<p>So wird aus Hochsensibilität nicht länger ein „Zuviel“, sondern ein bewusst gelebtes Potenzial. Der <a href="https://neueslied.ch/kurse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vertiefungskurs</a> ist für alle geeignet, die sich schon mit der Thematik befasst haben (z.B. Vortrag, Buch) und nun praktische Skills für den Alltag möchten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/hochsensibilitaet-und-staerke/">Hochsensibilität als Stärke</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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		<title>Verletzlichkeit &#8211; der Schlüssel zu einem erfüllten Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jul 2025 12:20:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verletzlichkeit &#8211; der Schlüssel zu einem erfüllten Leben Meine Quintessenz aus Brené Browns Buch «Verletzlichkeit macht stark» Das Buch ist keine Neuerscheinung, es ist seit mehr als 10 Jahren auf dem Markt. Ich habe es aus dem Regal gezogen, um es erneut zu lesen. Das Buch gehört für mich zur Sorte Bücher, die enorm wertvoll...</p>
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<h2 class="kt-adv-heading1_e18d7c-09 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1_e18d7c-09">Inhalt</h2>


</div></div>

</div></div>


<h2 class="wp-block-heading has--font-size">Verletzlichkeit &#8211; der Schlüssel zu einem erfüllten Leben</h2>



<h3 class="wp-block-heading has--font-size"><strong>Meine Quintessenz aus Brené Browns Buch «Verletzlichkeit macht stark»</strong></h3>



<p><br>Das Buch ist keine Neuerscheinung, es ist seit mehr als 10 Jahren auf dem Markt. Ich habe es aus dem Regal gezogen, um es erneut zu lesen. Das Buch gehört für mich zur Sorte Bücher, die enorm wertvoll und lebensverändernd sind. Der Inhalt ist sowohl für mein Leben als auch für unsere Gesellschaft hoch relevant und aktuell. Es ist ein Buch über unsere Schutzmechanismen. Über Scham und Verletzlichkeit. Brené Brown, amerikanische Bestsellerautorin und Scham-Forscherin, wollte der Frage auf den Grund gehen, wie Leben aus vollem Herzen möglich ist und wurde überrascht, wohin sie diese Frage führte. Ich möchte dir einige zentrale Gedanken daraus mitgeben und dich vor allem «gluschtig» machen, das Buch selbst zu lesen und deinen Umgang mit Verletzlichkeit zu überdenken. Falls du dich das fragst: Der christliche Glaube wird im Buch nicht thematisiert. Doch die Inhalte lassen sich sehr gut ins Grundverständnis einbetten, dass Gott uns auf eine authentische Beziehung hin geschaffen hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wir alle sehnen uns nach Verbundenheit</h3>



<p class="kt-adv-heading1043_c7c6b7-59 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1043_c7c6b7-59">Die Autorin kommt zum Schluss, dass Verbundenheit &#8211; das Erleben von Zugehörigkeit, von emotionaler Nähe &#8211; ein wesentlicher Faktor eines Lebens aus vollem Herzen ausmacht. Und wie entsteht Verbundenheit? Durch das Zulassen von Verletzlichkeit. Doch dabei gibt es einen Haken: Die Scham blockiert immer wieder Verletzlichkeit und schürt dagegen Perfektionismus, Rückzug und Angst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verletzlichkeit zulassen</h3>



<p>Verletzlichkeit bedeutet, sich emotional zu exponieren. Also ein gewisses Risiko einzugehen und sich emotional zu zeigen. Z.B. gibt eine Führungskraft zu, dass sie die Lösung des Problems nicht kennt und bittet um Unterstützung. Oder meine Freundin erzählt mir von ihren inneren Kämpfen. Eine Nachbarin bittet um Hilfe. Oder ich als Referentin spreche in meinem Referat von schwierigen Erfahrungen. Doch auch die Worte eines Verliebten &#8211; «Ich liebe dich» &#8211; sind ein Ausdruck von Verletzlichkeit. Es gibt keine Garantie, dass die Liebe erwidert wird. Es ist ein Risiko, sich zu zeigen. Ich kann nicht wissen, wie das Gegenüber reagiert. Indem ich offen und ehrlich bin, mache ich mich angreifbar und verwundbar.</p>



<p>Sich verletzlich zu zeigen, braucht Mut. Risikobereitschaft. Offenheit für das, was daraus entsteht. Das Zulassen von Verletzlichkeit ist die Grundlage dafür, dass wir Verbundenheit erleben können. Tiefe Beziehungen entstehen nicht dadurch, dass wir perfekt sind, sondern durch Offenheit und Unvollkommenheit.<br>Damit wir uns verletzlich zeigen können, braucht es Vertrauen ins Gegenüber. Vertrauen entsteht aber, indem wir uns verletzlich machen. Da spüren wir: Es ist eine Gratwanderung. Das herausspüren, wann es dran ist, einen Schritt weiter zu gehen und wann ich mich auch schützen darf und soll. Doch klar ist: Ohne Risikobereitschaft, ohne diesen Schritt zur Komfortzone heraus, entsteht keine Verbundenheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Attacke der Scham</h3>



<p>Spannend finde ich: Jeder schätzt es, wenn sich das Gegenüber verletzlich zeigt. Wenn der Referent in sein Herz blicken lässt. Wenn die Freundin von ihren Nöten erzählt. Aber jeder kämpft damit, sich selber verletzlich zu zeigen. So schnell kommt da die innere Stimme der Scham, die flüstert: «Das kannst du doch nicht sagen, was denken die auch…» oder «Die verstehen das eh nicht…» oder «Was hast du schon zu sagen…». Es kann auch sein, dass ich das Risiko eingegangen bin, mich verletzlich gemacht habe, etwas gesagt oder getan habe, doch es erfolgte keine Reaktion. Oder ich wurde zurückgewiesen. Was geht da innerlich ab? Sind wir nicht sehr schnell dabei, uns in Frage zu stellen? «Du hast zu viel gesagt…» oder «Vielleicht wird das falsch verstanden?» oder «Du musst besser…» usw. In diesen Situationen flüstert uns die Scham sehr schnell ein, dass wir nicht gut genug sind. Dass wir falsch sind. Vielleicht sogar keine Daseinsberechtigung haben.<br>Brené Brown beschreibt die Scham als «das schmerzhafte Gefühl oder die schmerzhafte Erfahrung zu glauben, dass wir fehlerhaft sind und deshalb keine Liebe und Zugehörigkeit verdienen». So ist Scham ein tiefer emotionaler Schmerz, der uns unweigerlich in einen Überlebensmechanismus führt, weit entfernt von einem Leben aus vollem Herzen.<br>Laut Brown können wir Verletzlichkeit nur zulassen, wenn wir die Scham überwinden. Wir können uns nicht vor anderen zeigen, wenn wir Angst davor haben, was sie von uns denken könnten. Oder wenn wir denken, wir sind falsch und nicht gut genug.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kultur des Mangels</h3>



<p>In unserer Gesellschaft leben wir eine Kultur des Mangels. Im «Nie genug»-Modus. Wir sind nie genug erfolgreich, lieb, schön oder sicher genug. Der beste Nährboden für Scham! Unsere Leistungs-Gesellschaft vermittelt, dass wir sind, was wir leisten, was andere über uns denken oder was wir besitzen. Dies treibt uns in ein stetiges Streben nach Mehr, in Perfektionismus und schlussendlich Angst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schutzschilde gegen Verletzlichkeit</h3>



<p>In ihren Forschungen entdeckte Brené Brown drei Haupt-Schutzschilde gegen Verletzlichkeit:</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schutzschild 1: Seiner Freude nicht trauen.</strong></h4>



<p>Statt dass wir uns von Herzen über etwas freuen, haben wir Angst, dass die Freude nicht hält. Es könnte ja noch etwas geschehen. Es könnte dieses oder jenes Szenario eintreffen. Sich auf das Schlimmste gefasst machen. Denn: Wenn wir der Freude nachgeben, lassen wir Verletzlichkeit zu!<br>Ups, ich finde mich wieder. Nur ja nicht auf den Urlaub freuen, es könnte ja noch etwas dazwischen kommen… Nicht die Genesung von einem Leiden feiern, denn es könnte ja einen Rückfall geben… Mit dieser Haltung raube ich mir ganz viel Freude. Ja, ich fühle mich vielleicht verletzlich, wenn ich mich freue, aber eigentlich ist es das wert.<br><strong>Gegenmittel: </strong>Dankbarkeit. Kleine Augenblicke geniessen. Mir erlauben, Freude zu empfinden, ganz unabhängig davon, was nachher kommt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schutzschild 2: Perfektionismus</strong></h4>



<p>Perfektionismus hat meist das Ziel, Scham und Schmerz zu vermeiden. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es gehe bei Perfektionismus darum, eine Verbesserung zu erreichen oder das Maximum herauszuholen. Doch viel mehr steht im Fokus, Bestätigung zu erhalten und die Kontrolle zu haben. Und da ist ganz viel Angst drin. Angst vor dem Versagen, Angst, nicht den Erwartungen zu entsprechen. So ist Perfektionismus selbstzerstörerisch, denn er stellt stets eine unerreichbare Messlatte auf: Ich kann nicht kontrollieren, wie ich wahrgenommen werde. Merkst du, wie da auch wieder dahintersteht «Ich bin nicht gut genug»?<br>Viele von uns haben gelernt, uns über Leistung Anerkennung zu holen. Diese Muster haben wir uns als Kinder angeeignet, sie erfüllten damals ihren Zweck. Doch nun hindern sie uns daran, Verletzlichkeit zuzulassen und Verbundenheit zu erleben. Übrigens kappt Perfektionismus jegliche Kreativität.<br><strong>Gegenmittel:</strong> Selbstmitgefühl. Mir zusprechen: «Ich bin gut genug. Ich bin wertvoll.» Statt ständig zu überlegen, was die anderen denken. Dies geht aber nur, wenn ich mit mir selbst und meiner Geschichte versöhnt bin. Wenn ich bereit bin, innezuhalten und die Schönheit meiner Kratzer und Risse zu akzeptieren, wie Brown so schön schreibt. Ich bin Mensch, wie alle anderen auch, und ich darf menschlich sein. Und so darf ich freundlicher und sanfter zu mir und anderen werden, statt zu kritisieren und verurteilen. Auf diesem Weg braucht es ein achtsames Hinschauen und Erkennen, was in mir vorgeht. Weisst du was? Ich finde das gar nicht so einfach zu lernen und umzusetzen. Aber glaub wirklich heilsam…</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schutzschild 3: Emotionale Betäubung</strong></h4>



<p>Nicht nur durch das Einnehmen von Substanzen wie Alkohol, Drogen und anderes ist emotionale Betäubung denkbar. Ich denke da auch an Medienkonsum, durch Social Media scrollen, essen, arbeiten, Aktivitäten etc. Der heutige Mensch neigt sehr dazu sich zu betäuben, um dem Gefühl von Instabilität und Unzulänglichkeit zu entkommen. Und um die unangenehmen Gefühle wie Scham, Angst und das Gefühl mangelnder Verbundenheit wegzudrücken. Es mag zwar kurzfristig den Schmerz dämpfen, wenn wir Verletzlichkeit betäuben, doch gedämpft werden auch die anderen Gefühle: Die Fähigkeit Freude, Liebe, Zugehörigkeit, Kreativität und Empathie zu empfinden, schrumpft. Die ungesunden Bewältigungsstrategien bringen uns keinen Schritt weiter auf dem Weg zu einem Leben aus vollem Herzen.<br><strong>Gegenmittel:</strong> Grenzen setzen. Lernen die eigenen Gefühle zu spüren und das Unbehagen emotional schwieriger Situationen auszuhalten. Im Wissen, dass ich genug und wertvoll bin. Grenzen setzen: «Es ist genug». Neue Wege suchen. Die Ängste an der Wurzel packen. Ein Leben in Verbundenheit führen, bedeutet, mir und anderen Grenzen zu setzen.<br>Auch dieser Punkt spricht mich an. Es ist ja nicht so, dass ich mich besaufen würde, um mich zu betäuben. Aber ich entdecke durchaus Muster, mit denen ich unangenehme Gefühle versenke statt auszuhalten. Es geht übrigens nicht darum, was wir tun, sondern warum wir etwas tun. Ich kann z.B. Schoggi mit grossem Vergnügen und Genuss essen oder aber als Versuch mich zu beruhigen, in mich stopfen. Wichtig ist, dass ich bewusst die Absicht hinter meinen Entscheidungen reflektiere. Und überlege, ob mich diese Entscheidungen einem Leben aus tiefstem Herzen näherbringt oder ob ich mich dann nur leer und auf der Suche fühle.<br>Hier kommt für mich auch die Beziehung zu Gott ins Spiel. Ich möchte lernen, diese Situationen wahrzunehmen und das Vakuum, den gefühlten Mangel Gott hinzuhalten. Mit ihm hinzuschauen. Mit ihm auszuhalten. Und so Trost, Halt und auch Perspektive zu erhalten.<br>Im Buch werden noch weitere Schutzschilde geschildert. Doch die drei genannten, sind diejenigen, die laut den Studien der Autorin am meisten verbreitet sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p class="kt-adv-heading1043_d51cb6-5d wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1043_d51cb6-5d">Das Buch ist ein Aufruf zum echten Leben: Wer sich traut, sein Herz zu zeigen, erlebt tiefe Verbundenheit und Glück. Es lohnt sich, unsere Schutzrüstung abzulegen, uns menschlich zu zeigen. Denn Verletzlichkeit ist keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu Mut, Kreativität und einem Leben aus vollem Herzen.</p>



<p><br></p>
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		<title>Spannungsbögen aushalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Mar 2025 15:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Stück harte Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Nebel des Wartens Letzthin habe ich eine Predigt zu diesem Thema gehalten. Entsprechend hat mich dieses Thema in den letzten Wochen und Monaten begleitet. Ein paar Gedanken daraus möchte ich auch hier teilen. Wenn du dir die Predigt anhören möchtest, findest du sie noch auf Spotify. Bestimmt kennst auch du Zeiten, in denen du...</p>
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<h2 class="kt-adv-heading1_99ce59-ab wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading1_99ce59-ab">Inhalt</h2>


</div></div>

</div></div>


<h2 class="wp-block-heading">Im Nebel des Wartens</h2>



<p>Letzthin habe ich eine Predigt zu diesem Thema gehalten. Entsprechend hat mich dieses Thema in den letzten Wochen und Monaten begleitet. Ein paar Gedanken daraus möchte ich auch hier teilen. Wenn du dir die Predigt anhören möchtest, findest du sie noch auf <a href="https://creators.spotify.com/pod/show/fmgoberwil/episodes/Im-Nebel-des-Wartens-Spannungsbgen-aushalten--Ursula-B--16-02-2025-e2uuh3u/a-abpjpuc">Spotify</a>.</p>



<p>Bestimmt kennst auch du Zeiten, in denen du unter grosser Spannung gestanden bist. Leidvolle Zeiten. Zeiten, in denen dichter Nebel die Sicht auf das ganze Bild versperrt hat. Zeiten, in denen du gedacht hast: Wann hat dies endlich ein Ende? Wann greift Gott endlich ein? Oder vielleicht trägst du in deinem Umfeld schwere Schicksalsschläge mit. Bist herausgefordert, Menschen zu begegnen, die in einem schwer aushaltbaren Spannungsbogen stehen.</p>



<p>Ich denke, wir alle begegnen in unserem Leben immer wieder Situationen, in denen wir gefordert sind, Spannungsbögen auszuhalten – sei es im eigenen Leben oder im Anteil nehmen am Ergehen von Mitmenschen. Das können Krankheitszeiten sein. Der Verlust von lieben Menschen. Hoffnungen, die sich nicht erfüllen. Verschiedenste persönliche Krisen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spannungsbögen in der Bibel</h3>



<p>In der Bibel finden wir viele Geschichten von so Spannungsbögen. Josef zum Beispiel erlebte einen sehr langen Spannungsbogen, den er aushalten musste, bis sich seine von Gott geschenkten Visionen erfüllten. Er musste viele Jahre sehr viel ertragen, bis das ganze Bild von Gottes Plan sichtbar wurde.</p>



<p>Oder Abraham und Sara. Sie litten an ihrer Kinderlosigkeit. Im hohen Alter, als ihr Haltbarkeitsdatum eigentlich schon abgelaufen war, schrieb Gott Geschichte mit ihnen. Und Hiob war mit grausamen Schicksalsschlägen konfrontiert. Er verstand Gott nicht mehr, haderte und klagte. Und Gott mutete ihm einfach zu, diese Zeit auszuhalten. Inklusive Gottes Schweigen zu ertragen.</p>



<p>Ich weiss nicht, wie es dir geht. Aber ich bin im Aushalten nicht besonders gut. Ich möchte gerne schon wissen, wie etwas rauskommt. Ich möchte einen Ausweg finden. Eine Lösung. Ich möchte Leid von lieben Mitmenschen aufheben oder zumindest lindern. Aussteigen aus dem Spannungsbogen.</p>



<p>Doch so ist das Leben oft nicht. Spannungsbögen gehören dazu. Und müssen oft auch ausgehalten werden. Es gibt keine Abkürzungen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abkürzungsfallen</h3>



<p>Spannend, wie wir Menschen trotzdem immer wieder versuchen, Abkürzungen zu nehmen. Hier ein paar Fallen, in die wir schnell mal tappen:</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Erklärung suchen</strong></h5>



<p>Für alles suchen wir eine Erklärung. Einen Grund, wieso etwas so ist. «Du hast gesündigt» oder «vielleicht ist es ganz gut, dass er gestorben ist, weil er damit bewahrt wird vor…» oder «Ich werde nicht schwanger, weil ich vielleicht eh nicht mit einem Kind umgehen könnte.». Doch wird das Leid wirklich erträglicher, wenn wir eine Erklärung haben? Ist es nicht eher eine Flucht vor erdrückenden Gefühlen?</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wer ist Schuld?</strong></h5>



<p>Die Menschheit sucht immer nach einem Schuldigen. Stürzt ein Flugzeug ab, kommt die Frage: Wer ist schuld? Ein Familienzerwürfnis: Wer ist schuld? Und bei Naturkatastrophen ist schnell mal auch Gott schuld. Doch Schuldzuweisungen bringen Verstorbene nicht zurück. Ändern nichts am Leid der Betroffenen. Sie sind höchstens der Versuch, einen Empfänger für die eigene Wut und Auflehnung zu finden.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Lösungsvorschläge</strong></h5>



<p>Wir sind schnell dabei, Auswege zu überlegen: Menschen mit Krankheiten können ein Lied davon singen. Jeder hat noch einen Tipp, was helfen könnte. Oder bei unerfülltem Kinderwunsch: «Macht eine Weltreise und denkt an etwas anderes.» Das mag alles gut gemeint sein, doch es wird der Person in dieser Situation nicht gerecht. Ich hole sie damit nicht in ihrem Leiden ab. Sie fühlt sich kein bisschen verstanden. Die meisten suchen nicht eine Lösung, sondern Menschen, die ihnen in ihrem Schmerz begegnen. Doch mit unseren Lösungsvorschlägen versuchen wir die Situation und die schwierigen Gefühle (besonders bei uns selber) unter Kontrolle zu bringen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Schnell beheben</strong></h5>



<p>So versuchen wir, die leidvolle Situation möglichst schnell zu beheben, statt mit jemandem auszuhalten. Das kann auch über die fromme Schiene ablaufen. Schnell ein gutes Bibelwort zustecken, denn die Person muss doch jetzt nur den Fokus wechseln und genug auf Gott vertrauen. Oder: «Komm, ich bete für dich, dass das schnell weggeht…». Doch ist dahinter nicht einfach das Motiv versteckt, die schwierigen Gefühle möglichst schnell weg zu haben? Weil sie Hilflosigkeit und Überforderung auslösen?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie kann ein Spannungsbogen ausgehalten werden?</strong></h3>



<p>Spannungsbögen sind Realität. Menschen erleben Dinge im Leben, die sind schwer. Und das dürfen wir auch beim Namen nennen. Und aushalten. Mit den Betroffenen zusammen. Diese Spannungsbögen sind nicht einfach weg. Ausser Gott tut ein Wunder, was wir natürlich auch in Betracht ziehen dürfen. Wir dürfen immer mit dem direkten Eingreifen von Gott rechnen. Wunder sind absolut möglich! Wir dürfen darum bitten. Gott kann eingreifen und diesen Spannungsbogen abkürzen. Doch oft tut er es nicht. Und auch diese Variante müssen wir einbeziehen und dann auch aushalten.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Mit Gottes Eingreifen rechnen.</strong></h5>



<p>Damit rechnen, dass Gott am Werk ist, auch wenn ich es nicht sehe.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Gefühle zulassen</strong></h5>



<p>Das Zulassen von schwierigen Gefühlen (Wut, Trauer, Scham etc.) ermöglicht eine ehrliche Auseinandersetzung. Fördert den Zugang zu uns selber. Ermöglicht langfristig Akzeptanz und die Integration des Geschehenen. Das Zulassen von Gefühlen ist schlicht und einfach ehrlich. Und heilsam.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Klage</strong></h5>



<p>Klage darf sein. Auch gegenüber Gott. Sie bringt die Trauer und Enttäuschung zum Ausdruck über das, was wir nicht erhalten haben oder was uns genommen wurde. Ich teile meine Not mit Gott. So gebe ich ihm auch die Chance zu antworten, zu seiner Zeit. Auf seine Art. Er wird antworten.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Aushalten</strong></h5>



<p>Menschen in Spannungsbögen brauchen Mitmenschen, die mit ihnen aushalten. Auch die schwierigen Gefühle. Damit werden Menschen ernst genommen in dem, was sie erleben. Es entsteht eine Verbundenheit und die gibt Kraft. Das ist so ein wichtiger Punkt!<br>Sei einfach da für diese Menschen! Es braucht keine grossen Worte. Sei einfach offen für das, was sie erleben. Höre zu. Nimm Anteil.<br>Wenn du selber betroffen bist: Suche den Kontakt zu den Menschen, die das können. Das kann dir so viel Halt geben!</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Fragen</strong></h5>



<p>Fragen sind immer gut. Und ganz sicher besser, als dich aus Hilflosigkeit zurückzuziehen. Was brauchst du? Was hilft dir, diese Situation auszuhalten? Was tut dir jetzt gut?<br>Das kannst du übrigens auch dich selber fragen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Hoffnung nähren</strong></h5>



<p>Ich weiss nicht wann und wie sich der Bogen auflöst, aber er tut es. Entweder hier auf der Erde oder vielleicht auch erst im Himmel. Jeder Spannungsbogen findet sein Ende. Nach jedem Winter kommt der Frühling. Diese Hoffnung darf ich mir vor Augen malen. Daran festhalten. Mich darin ermutigen lassen und auch andere ermutigen. Diese Hoffnung hilft, kleine Schritte zu gehen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Uns bergen in Gott</strong></h5>



<p>Wir haben einen Gott, dem unser Leiden nicht egal ist. Ob wir es spüren oder nicht: Gott ist mit uns in diesem Spannungsbogen. Er hält mit uns aus. Aushalten ist seine Stärke. Wir dürfen loslassen und uns in ihm bergen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Die Zumutung annehmen</strong></h5>



<p>Gott mutet uns dieses Leid, diesen Bogen zu. Er sagt damit auch: «Ich traue dir zu, dass du daran nicht zerbrechen wirst.» Und Gott sagt: «Du bist stark, durch mich.» So dürfen wir Schritt für Schritt erleben, wie die Annahme des Leids zu einem neuen grossen Wunder in unserem Herzen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gemeinsam die Hoffnung nähren</h3>



<p>In der Auseinandersetzung mit diesem Thema wurde mir besonders bewusst, wie sehr wir einander brauchen. Gerade in diesen Spannungsbögen. Und wie elementar es ist zu lernen, mit Menschen solche Zeiten auszuhalten. Und miteinander Gefühle von Trauer, Überforderung, Wut und Unverständnis zuzulassen. Aber auch gemeinsam die Hoffnung zu nähren.</p>



<p>In der Beratung arbeite ich sehr häufig mit Menschen, die gerade in einem Spannungsbogen stehen. Da geht es je nach Thema schon auch darum zu schauen, was kann aktiv gestaltet werden. Wo und wie ist Veränderung möglich. Aber sehr oft geht es zuerst ums Akzeptieren. Zulassen. Aushalten. Und genau daraus darf etwas Neues wachsen. Diese kleinen und grossen Wunder faszinieren mich. In den Spannungsbögen werden Geschichten geschrieben. Bestimmt hast auch du eine zu erzählen.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/spannungsboegen-aushalten/">Spannungsbögen aushalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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		<title>Advent &#8211; Hoffnung mitten in Unvollkommenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 14:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Woche vor dem 2. Advent habe ich mir anders vorgestellt. Mit Raum für mich und Elan für den Job. Vielleicht sogar etwas Adventsstimmung. Jedenfalls nicht mit durchhusteten Nächten, schmerzenden Gliedern und einem Radius vom Bett bis zum Bürotisch. Doch ich wurde nicht gefragt, ob mir das passt. Es war dann einfach so. Daneben viel...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/testbeitrag/">Advent &#8211; Hoffnung mitten in Unvollkommenheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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</div></div>

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<p>Diese Woche vor dem 2. Advent habe ich mir anders vorgestellt. Mit Raum für mich und Elan für den Job. Vielleicht sogar etwas Adventsstimmung. Jedenfalls nicht mit durchhusteten Nächten, schmerzenden Gliedern und einem Radius vom Bett bis zum Bürotisch. Doch ich wurde nicht gefragt, ob mir das passt. Es war dann einfach so.</p>



<p>Daneben viel gravierender: Mariam hat sich von dieser Adventszeit auch etwas anderes erhofft. Eigentlich möchte sie nichts als sich in Sicherheit mit ihrer Familie wissen und das Weihnachtsfest feiern. Ihre Wünsche sind bescheiden: Etwas zu essen auf dem Tisch. Rausgehen ohne Angst. Ihren Glauben leben dürfen. Doch es ist alles anders gekommen. Nun ist sie mit ihrer kleinen Familie auf der Flucht vor den syrischen Rebellen. Ihr Zuhause in Aleppo haben sie zurückgelassen, ohne Hoffnung auf eine Rückkehr. Als Christen ist ihr Leben in Gefahr und so machen sie sich auf die Reise. Doch wohin? Wo gibt es für sie einen sicheren Unterschlupf? Angst und Verzweiflung prägen ihre Adventszeit.</p>



<p>Mehr als 2000 Jahre zurück: Maria. Hochschwanger. Sie hat keinen einfachen Weg hinter sich. Eine Engelsbegegnung. Unverheiratet schwanger. Eine überstürzte Eheschliessung. Aufwühlende Gedanken. Eine unsichere politische Lage. Eigentlich möchte Maria nichts anderes als in aller Ruhe und an einem sicheren Ort gebären. Doch es kommt anders: Eine Volkszählung wird ausgerufen. Und Josef und Maria müssen ausgerechnet jetzt in dieses Hirtenkaff Betlehem. Ein weiter und beschwerlicher Weg. Nichts für eine Hochschwangere. Nichts von gemütlicher Vorbereitung auf die Geburt. Nichts von einem sicheren Ort. Ein Stall wird schlussendlich der einzige Schutz sein. Und Josef als Hebamme.</p>



<p>All dies ist Advent. Ich habe keine Ahnung, woher die Vorstellung einer harmonischen Adventszeit kommt, in der wir plötzlich doppelt so viel Ruhe haben sollen, gemütlich auf eine Kerzenflamme starren, die Bäuche mit Weihnachtsguetzli vollschlagen und das Leben geniessen. Die Ankunft von Jesus war hochdramatisch. Mitten in eine notvolle Zeit. In Turbulenzen. Angst und Ungewissheit. Genau da hinein wurde Jesus geboren. Als König. Als Friedensbringer (ein toller Text zu diesem Thema bei ohletsflourish). Als Retter der Welt.</p>



<p>So ist es bis heute geblieben: Die Adventszeit ist nicht die perfekte Zeit des Jahres. Das ist schön, wenn wir dies so erleben. Doch die Realität ist oft eine andere. Die Adventszeit ist vielmehr eine Zeit, in der wir daran erinnert werden, dass Jesus uns mitten in unserem unperfekten, oft auch beschwerlichen Alltag begegnet. Dass er gekommen ist, um unseren Herzen Frieden zu schenken. Die Angst in Schranken zu weisen. Und um eine Perspektive zu schaffen, die weit über dieses irdische Leben hinausgeht.</p>



<p>Wenn es bei dir also gerade nicht so läuft, dann denk daran: Die Adventszeit ist genau für dich! Da gehört die Not mit rein. Überforderung und Tränen dürfen sein. Wie die Hirten darfst du damit zur Krippe gehen. Und dein Herz von seinem Licht erwärmen lassen. Hoffnung schöpfen. Aufatmen.</p>



<p>Und so wird es für alle Weihnachten. In jeder Situation. In diesem Sinne wünsche ich dir eine hoffnungsvolle zweite Adventswoche.</p>
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		<title>Unerzählte Kapitel: Das Leben ist mehr als Smalltalk</title>
		<link>https://neueslied.ch/unerzaehlte-kapitel-das-leben-ist-mehr-als-smalltalk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 19:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schnell plätschern wir in Beziehungen einfach so dahin. Betreiben ein bisschen Smalltalk und geben uns damit zufrieden. Wir reden über das Wetter, tauschen Nettigkeiten aus, vielleicht ein paar Anekdoten – aber bleiben oft weit entfernt von dem, was unser Gegenüber wirklich bewegt. Und so verpassen wir es, etwas Neues über unser Gegenüber zu erfahren....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/unerzaehlte-kapitel-das-leben-ist-mehr-als-smalltalk/">Unerzählte Kapitel: Das Leben ist mehr als Smalltalk</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie schnell plätschern wir in Beziehungen einfach so dahin. Betreiben ein bisschen Smalltalk und geben uns damit zufrieden. Wir reden über das Wetter, tauschen Nettigkeiten aus, vielleicht ein paar Anekdoten – aber bleiben oft weit entfernt von dem, was unser Gegenüber wirklich bewegt. Und so verpassen wir es, etwas Neues über unser Gegenüber zu erfahren. Tiefer einzutauchen in sein Wesen. Seine einzigartige Geschichte voller Überraschungen, Lektionen und inspirierenden Momenten zu hören.&nbsp;</p>



<p>Mir ist es schon mehr als einmal passiert, dass ich nach dem Lesen eines Lebenslaufes an der Abdankungsfeier einer verstorbenen Person gedacht habe: «So eine spannende Persönlichkeit! Wie schade, dass ich mir nie die Zeit genommen habe, mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Sie hätte so viel mehr zu erzählen gehabt.» </p>



<p>Wenn wir die Geschichten anderer entdecken, entstehen tiefe Verbindungen. Wir erkennen Gemeinsamkeiten, werden inspiriert und spüren echte Nähe. Und unser Gegenüber fühlt sich durch unser Nachfragen gesehen und wertgeschätzt. Je besser wir uns kennen, desto mehr gewinnt die Beziehung an Tiefe. Der Austausch wird bedeutungsvoller, wenn wir Fragen stellen wie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was hat dich in deinem Leben geprägt?</li>



<li>Was ist eine Erinnerung, die du nie vergessen wirst?</li>



<li>Wofür schlägt dein Herz? Was begeistert dich?</li>
</ul>



<p>Ich geb’s ja zu: Solche Gespräche erfordern Mut und Investition, aber sie lohnen sich. Sie führen dazu, dass Beziehungen wachsen und wir uns einander authentisch öffnen. Und das ist genau das, was ich mir für viele meiner Beziehungen wünsche.<br><br>Um den Anfang zu machen, verrate ich dir hier <strong>11 Facts über mich, die du vielleicht noch nicht wusstest. </strong>Vielleicht inspiriert dich dies, bei deinem Gegenüber auch mal genauer nachzufragen. Zugegeben, es hat auch ein paar Smalltalk-Punkte dabei, aber nicht nur! 😉</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich habe einen Vogel. Denn ich renne regelmässig ans Fenster, wenn irgendein spannender Vogel auftaucht. Vögel beobachten begeistert mich. Und ist sehr entschleunigend, fast schon meditativ. Das Verrückteste was ich schon aus nächster Nähe beobachten konnte, waren über 80 Gänsegeier, die eine Gämse auseinanderrissen. Das war aber nicht vor meinem Küchenfenster. Und meditativ war das auch nicht.</li>



<li>Ich kann melken, misten und Kühe beurteilen. Damit habe ich mich nämlich die ersten 16 Jahre meines Lebens intensiv beschäftigt.</li>



<li>Sind Filme erst ab 6 Jahren empfohlen, sind sie für mich bereits zu spannend und deshalb nicht geeignet. So lasse ich meist die Hände weg von Filmen und denke mir Geschichten lieber selber aus.</li>



<li>Ich habe mit jugendlichen 17 Jahren bei einem Anwalt gearbeitet. Und da Bilder von Leichen mit Einschusslöchern und Schlimmeres kopiert, mit Mördern gesprochen und ganz viel darüber gelernt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, egal was sie verbockt haben.</li>



<li>Ich kann nicht schwimmen. Wie auch? Auf Schulreisen oder in der Badewanne lernst du nicht schwimmen.</li>



<li>Buchstaben sind meine Freunde, aber wehe sie sind in einer anderen Sprache. Fremdsprachen sind so gar nicht mein Rechaud.</li>



<li>Mit 39 Jahren habe ich erstmals einen Berufsabschluss erreicht, den ich wirklich wollte: Beraterin im psychosozialen Bereich mit eidg. Diplom. Das war ein ganz besonderer Moment. Und ich liebe es bis heute, diesen Beruf auszuüben.</li>



<li>Meine peinlichste Tat war am Bahnhof die Umarmung einer Fremden von hinten. Als sie sich zu mir umdrehte, stellte ich mit Schrecken fest, dass es nicht meine Kollegin war.</li>



<li>Mit 19 Jahren bin ich zu Hause aus dem mit meiner Schwester geteilten Zimmer ausgezogen und habe für einige Jahre in Interlaken gelebt. Wie habe ich es genossen, endlich eigene 4 Wände zu haben! Gearbeitet habe ich im Gastgewerbe. Der Leitsatz «der Kunde ist König» ist mir in dieser Zeit in Fleisch und Blut übergegangen.</li>



<li>Singen ist eine grosse Leidenschaft von mir. Die Musik war es auch, die meinen Mann und mich seinerzeit zusammengebracht hat. Und bei der Hochzeit haben wir das Trauversprechen gesungen. Ohne Musik geht in unserer Familie auch heute gar nichts.</li>



<li>Ich habe Angst vor Mäusen. Richtig eklig finde ich die. Und ich will auch keine Katze, denn die lässt ja überall Mäuseüberreste liegen. Geht gar nicht. Und was auch nicht geht, ist die unausstehliche Eigenart einer Katze, um die Beine zu streichen. Wieso eigentlich immer bei mir? </li>
</ol>



<p>Und? Alles schon gewusst? 😉&nbsp;</p>



<p>Die Geschichten anderer zu entdecken, ist ein Geschenk, das uns bereichert und verbindet. Mach dir bewusst: Jeder Mensch hat mehr zu erzählen, als auf den ersten Blick sichtbar ist – du musst nur fragen und zuhören. Und dann bereit sein für das, was daraus entsteht. Von wem möchtest du demnächst mehr erfahren?</p>



<p></p>
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		<title>Die Hoffnung stirbt zuletzt</title>
		<link>https://neueslied.ch/die-hoffnung-stirbt-zuletzt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Aug 2024 16:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Stück harte Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für ein Frust! Ich traue meinen Augen nicht. Entsetzt entferne ich die Netze. Tatsächlich, nirgends entdecke ich auch nur eine einzige Mirabelle. Keine einzige dieser süssen Früchte ist mehr da. Wie habe ich mich gefreut, als der junge Baum im Frühsommer eine ganze Menge süsser Früchte angehängt hatte. Vor etwa 10 Tagen entdeckte ich...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was für ein Frust! Ich traue meinen Augen nicht. Entsetzt entferne ich die Netze. Tatsächlich, nirgends entdecke ich auch nur eine einzige Mirabelle. Keine einzige dieser süssen Früchte ist mehr da. Wie habe ich mich gefreut, als der junge Baum im Frühsommer eine ganze Menge süsser Früchte angehängt hatte. Vor etwa 10 Tagen entdeckte ich dann, dass die Früchte weniger wurden, obwohl sie noch nicht reif waren. Sorgfältig habe ich den ganzen Baum in ein feines Netz eingepackt, damit Vögel keine Chance haben. Und nun das. Keine Spur von Mirabellen. Alle weggefressen. Unter dem Netz. Ich vermute eine Maus, die da unter unserer Terrasse wohnt. Oder vielleicht ist es mittlerweile auch eine ganze Mäusefamilie.</p>



<p>In trotziger Wut sagte ich zu meinem Mann: «Ich höre auf mit Pflanzen und Hegen und Pflegen. Ich kaufe nur noch alles im Laden. Und spare mir eine Menge Arbeit.» Ist doch wahr. Stunden wende ich auf und schneide Bäume, jäte, giesse, bekämpfe Ungeziefer. Und trotzdem geht der Apfelbaum ein. Sind viele Obstblüten im Frühling erfroren. Fällt die Traubenernte wegen Mehltau aus. Fressen die Schnecken Gemüse und Salat. Und die Mäuse den Fenchel. Die Beeren haben Würmer. Und der Fuchs scheisst frech mitten ins Salatbeet. Warum tue ich mir das eigentlich an?</p>



<p>Das frage ich mich echt gerade. Warum tue ich mir diese Arbeit an? Der Einkauf von einwandfreiem Obst, Gemüse und Salat im Laden braucht tatsächlich nur einen Bruchteil der Zeit. Doch beim darüber sinnieren, merke ich: Selber Pflanzen und Ernten hat schon auch seinen Reiz und einen Wert für mich. Etwas mit den Händen erarbeiten. Die Erde fühlen. Und dann voller Freude giftfreie Produkte ernten und geniessen (wenn es denn gibt). Und ich glaube, es ist immer wieder die Hoffnung, die mich treibt. Hoffnung, dass es dieses Jahr klappt. Die Hoffnung, dass ich den Baum mit diesem oder jenem Hausmittel noch retten kann. Hoffnung auf leckere, gesunde Früchte. Hoffnung auf gesundes Wachstum und eine erfolgreiche Ernte. Ohne diese Hoffnung würde ich wohl tatsächlich alles im Laden kaufen.</p>



<p>Genauso ist die Hoffnung auch in unserem Leben ein Motor. Ohne Hoffnung geben wir auf. Sehen wir keinen Sinn auf unserem Weg. Nehmen wir keine Mühe auf uns. Doch wer Hoffnung hat, geht vorwärts. Bleibt dran. Hat ein Ziel. Die Hoffnung ist der Motor, um Schritte zu gehen, damit Veränderung möglich wird. Die Hoffnung treibt dazu, Beziehungen zu klären. Gott zu suchen. Neues zu wagen. Leben mutig zu gestalten. Ein Bäumchen zu pflanzen. Deshalb: Halten wir an der Hoffnung fest! Füttern wir sie! Denn die Hoffnung stirbt zuletzt…</p>
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		<title>Eigenlob stinkt</title>
		<link>https://neueslied.ch/eigenlob-stinkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2024 16:19:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mutig, bin ich das? In welcher Situation habe ich den grössten Mut bewiesen? Was ist Mut überhaupt? Immer mal wieder habe ich diesen Fragen nachstudiert. Was mich dazu inspiriert hat, fragst du dich? Ich habe mich herausfordern lassen von Esther Nogler und ihrer Blogparade zum Thema «Da war ich mutig!». Ja, du hast recht, ich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/eigenlob-stinkt/">Eigenlob stinkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mutig, bin ich das? In welcher Situation habe ich den grössten Mut bewiesen? Was ist Mut überhaupt? Immer mal wieder habe ich diesen Fragen nachstudiert. Was mich dazu inspiriert hat, fragst du dich? Ich habe mich herausfordern lassen von <a href="https://www.blogger.com/#">Esther Nogler und ihrer Blogparade</a> zum Thema «Da war ich mutig!».</p>



<p>Ja, du hast recht, ich habe schon mal einen Blogartikel zu diesem Thema geschrieben. Schon 3 Jahre ist es her. <a href="https://neueslied.ch/automatisch-gespeicherter-entwurf/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">«Per Schleudersitz zur Komfortzone raus»</a> lautete der Titel. Ich habe darüber geschrieben, wie Muttersein mich aus der Komfortzone katapultiert. Wie ich über meinen Schatten gesprungen bin und gleichzeitig ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass das Mutigste (und gleichzeitig das Beste), das ich je gemacht habe, das Kinderkriegen war. Aber keine Angst, ich schreibe nicht schon wieder darüber.</p>



<p>Beim Nachdenken kam mir ja schon die eine und andere Situation in den Sinn, in der ich mutig war. Aber einfach so hinstehen&nbsp;und sagen: «Da war ich mutig», das fällt mir gar nicht so leicht. Ich mag das nicht so sehr. Und so bin ich genau an diesem Punkt hängen geblieben. Dieses Thema begegnet mir bei mir selber, aber auch immer wieder in meinem Unterwegssein mit Menschen als psychosoziale Beraterin: Sich selber feiern, Erreichtes feiern – Fehlanzeige. Mir ist total klar, das trifft nicht auf alle Menschen zu. Die Palette geht vom bescheidenen Mauerblümchen bis zum Narzissten, der sich auf den Sockel hievt und der ganzen Welt verkündet, dass er gerade die Menschheit vor dem Untergang gerettet hat. Und ich, ich stehe irgendwo dazwischen, durchaus näher beim Mauerblümchen denn beim Narzissten. Und du?</p>



<p>Was steckt dahinter? Vielleicht innere Sätze wie «Eigenlob stinkt!»? Oder «Bescheiden sein ist eine Zier!»? Was so viel aussagt, dass es einem Menschen ganz gut steht, bescheiden zu sein, sich zurückzuhalten. Tut es das wirklich? Ja, grundsätzlich finde ich schon, dass Bescheidenheit eine hilfreiche Eigenschaft ist. Sie bewahrt vor ständigem Streben nach mehr, nach Anerkennung, nach Besitz. Und bewahrt so vor einer Anspruchshaltung und Unzufriedenheit. Bescheidene Menschen sind in aller Regel zufriedene und angenehme Zeitgenossen. Sie sind genügsam und entspannt unterwegs. Doch Bescheidenheit kann auch im Wege stehen. Sie kann dazu führen, dass wir unser Licht unter den Scheffel stellen. Übersehen werden. Zu kurz kommen. Unser Potenzial nicht entfalten. Uns nicht zeigen. Und schlussendlich stehen bleiben.</p>



<p>Ich bin stark vom Wert Bescheidenheit geprägt worden. Von Generationen, die geleistet haben, ohne dies an die grosse Glocke zu hängen. Von Generationen, die nicht stolz sein durften. Und die sich selber nicht einfach so mal etwas Gutes getan haben. Und genau da liegt wohl ein weiterer Knackpunkt: Erlauben wir uns selber, gut mit uns zu sein? Uns auch mal auf die Schulter zu klopfen? Uns ein Kompliment zu machen? Etwas zu gönnen? Wir dürfen den Mut haben, selbstbewusst hinzustehen und uns zu freuen an dem, was wir können, an dem was wir geleistet haben und an dem, was gelungen ist. Das muss selbstverständlich nicht gleich in Überheblichkeit ausarten. Keine Angst, tut es bei Menschen, die dieses Thema herausfordert, auch nicht. Diese dürfen vielmehr den eigenen Schulter-Klopf-Modus trainieren. Wie das geht? Hier 3 Tipps dazu:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frage dich: Was ist dir heute gut gelungen? Mache dir ein Kompliment!</li>



<li>Wenn dir jemand ein Kompliment macht: Nimm es an, bedanke dich und freue dich darüber.</li>



<li>Teile deine Freude über etwas, das dir gut gelungen ist, mit jemandem.</li>
</ul>



<p>Mir hilft auf diesem Weg die Zusage von Gott, meinem Schöpfer, dass ich in seinen Augen kostbar und einzigartig bin. Und das Wissen, dass er mit mir feiert, was er an Fähigkeiten, Persönlichkeit und Möglichkeiten in mich gelegt hat. Und wenn er dies tut, dann darf ich das auch! Nach wie vor liebe ich es nicht besonders hinauszustehen und den Blick auf mich zu lenken. Doch seit ich meine Prägung zur Bescheidenheit erkannt habe, bin ich freier in meiner Entscheidung. Ich kann mich bescheiden zurückhalten. Oder ich kann hinstehen und für mich eintreten und damit auch mal nicht bescheiden sein. Ich habe mittlerweile die Wahl.</p>



<p>Um zum Mut zurückzukommen: Ganz besonders mutig finde ich, sich seinen Prägungen, seinen inneren Sätzen zu stellen. Ich habe es in meinem Leben schon oft getan. Und werde es bestimmt noch manches Mal tun. Dich fordere ich heraus: Sei mutig und stell dich deinen Themen und Prägungen. Es lohnt sich! Dann kannst du nämlich frei entscheiden und bist nicht länger deinem Autopilot ausgeliefert. Du brauchst Hilfe dabei? Meine Adresse hast du ja… 😉&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/eigenlob-stinkt/">Eigenlob stinkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kampf gegen Kakerlakenarmee und fliegende Ungeheuer</title>
		<link>https://neueslied.ch/kampf-gegen-kakerlakenarmee-und-fliegende-ungeheuer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jul 2024 16:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltagsironie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich geh ja eigentlich nicht ins Kino. Mit Ausnahme von Naturfilmen auf der grossen Leinwand des Verkehrshauses der Schweiz (du weisst schon: Elefanten, Pinguine und Co in dreifacher Lebendgrösse). Und mit vielleicht acht Jahren war ich mit meiner Gotte das Dschungelbuch schauen. Daneben lebe ich kinoabstinent. Und es fehlt mir nichts. Auch zu Hause findet...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/kampf-gegen-kakerlakenarmee-und-fliegende-ungeheuer/">Kampf gegen Kakerlakenarmee und fliegende Ungeheuer</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
]]></description>
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<p>Ich geh ja eigentlich nicht ins Kino. Mit Ausnahme von Naturfilmen auf der grossen Leinwand des Verkehrshauses der Schweiz (du weisst schon: Elefanten, Pinguine und Co in dreifacher Lebendgrösse). Und mit vielleicht acht Jahren war ich mit meiner Gotte das Dschungelbuch schauen. Daneben lebe ich kinoabstinent. Und es fehlt mir nichts. Auch zu Hause findet kaum mal das Geschehen eines Films den Weg in meinen Kopf. Da ist sonst schon genug Film. Action. Und Adrenalin. Und da mein Superhirn nicht unterscheiden kann zwischen echt und erfunden, erspare ich ihm ganz einfach den Stress, erfundene Geschichten zu durchleben und dann in der Hirnbibliothek wieder mühsam klar Schiff zu machen.</p>



<p>Nicht so an diesem Sommerabend. Bei meinen lieben Familiengenossen war ein Kinobesuch angesagt. Und da unsere Sommerferien hops gegangen sind und ein verbindendes Familienabenteuer bisher die grosse Sommerrarität war, habe ich mir gedacht: «Dieses Highlight überlasse ich nicht kampflos dem Rest der Familie». Endlich mal ein Abend Ausgang und ich bleibe zu Hause? Nur weil mir dann irgendwelche Monster den Schlaf versauen? Nein, geht nicht. Eigentlich wären wir ja lieber mit dem Düsenjet durch Europa geflogen. Doch statt irischem Folk nun also platter Sound aus den Kinolautsprechern. That’s life. Wenigstens mit bequemen Sitzen, Millionen besser jedenfalls als die steinharten Sitze in der schlechtatmigen Notfallstation des Krankenhauses, in der wir die Sommerferien eröffnet haben. Todesmutig habe ich mich also durchgerungen. Und dies trotz der mir präsentierten Filmvorschau, die bei mir nicht gerade euphorische Gefühle geweckt hat: Wildes Geschrei, aufgeblasenes Kampfgezeter, blinkende, temporeiche Bilder und verwirrende Figuren – «Hilfe, wie lange dauert so ein Film?» Todesmutig habe ich trotzdem eingewilligt. Und so kam es, dass ich mit Ohrstöpseln bewaffnet den roten Teppich des Kinosaals hinuntergeschritten bin. Unter Jubel und fast schon tosendem Applaus meiner Familie (zumindest in meiner Vorstellung), weil ich endlich mal ein Kino betrat. Und dies erstaunlicherweise sogar für einen Film, der erst ab 6 Jahren zugelassen ist. Du musst wissen, ab 0 Jahren ist eigentlich meine Liga (Lars der kleine Eisbär, Pingu und Bob de Baumaa). Ab 6 Jahren ist dann eigentlich schon too much, out of comfort. Weil zu schnell, zu wild, zu bunt und zu böse.</p>



<p>Ich fasse mich kurz: Ich lebe noch. Habe mich wieder sortiert. Die vielen Fragen zur Handlung der Geschichte von wegen wer, wieso, warum und überhaupt verdrängt. Ich habe auch geschlafen. Bösewichten, Kakerlakenarmee und fliegenden Ungeheuern zum Trotz. Die Stöpsel waren Gold wert. Und wir, ja, wir haben einen lockeren Abend genossen. Also, ich jedenfalls einigermassen locker. Regelmässig werde ich es nicht tun. Nur dann, wenn es grad wichtig ist.</p>



<p>Und ja, das ist auch Sommer: Sinnloses Zeug schreiben. Ganz ohne ein geistreiches Fazit aus den Fingern lutschen zu müssen. Leichtigkeit suchen. Banalitäten feiern. Und den Blog wiederbeleben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://neueslied.ch/kampf-gegen-kakerlakenarmee-und-fliegende-ungeheuer/">Kampf gegen Kakerlakenarmee und fliegende Ungeheuer</a> erschien zuerst auf <a href="https://neueslied.ch">Ursula Blatti</a>.</p>
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